Heilsarmee hilft nach Erdbeben in Haiti
Die Heilsarmee hat sofort auf das Erdbeben in Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti, reagiert, wo umfangreiche Schäden an Häusern entstanden sind und eine große Anzahl von Menschen ihr Leben verloren hat. Da Telefonleitungen zerstört sind, ist die Kommunikation schwierig, aber dennoch hat die Heilsarmee Meldungen des karibischen Territoriums erhalten, die besagen, dass erhebliche Schäden auch an ihren Gebäuden dort entstanden sind: Das Divisons-Hauptquartier, das Haus des Divisions-Offiziers und das Kinderheim sind stark zerstört. Das Haus des Katastrophenhilfekoordinators, Bob Poff, ist total zerstört, aber er und seine Frau Vivienne sind in Sicherheit.
Einige Stunden nach dem Erdbeben wurden etliche Kinder aus dem Kinderheim der Heilsarmee vermisst. Es war nicht klar, ob sie schon aus der Schule zurück gekehrt waren. Der letzte Bericht besagt, dass bis auf ein Kind alle 52 Kinder in Sicherheit sind. Das Internationale Hauptquartier hat dem karibischen Territorium sein Hilfe zugesagt. The Salvation Army World Services Organisation (SAWSO), die ihren Sitz in den USA hat, schickt am Donnerstag, den 14. Januar 2010, Major George Polarek, nach Haiti, um dort die Hilfsgüterverteilung zu organisieren. Von den USA aus fliegt die Heilsarmee Lebensmittel nach Haiti ein. Es werden 285.000 Mahlzeiten von SAWSO bereitgestellt, die auch eng mit der US-Regierung zusammenarbeiten.
Im November 2009 haben der General Shaw Clifton und seine Frau, Kommandeurin Helen Clifton, Haiti besucht und waren an einigen Orten, die jetzt fast komplett zerstört sind. Der General ruft die weltweite Heilsarmee zum Gebet für die Bevölkerung Haitis auf, welche durch dieses tragische Unglück betroffen ist, und nun dringend Hilfe und Unterstützung benötigt.
Seit 1887 engagiert sich die Heilsarmee in der karibischen Region, der neben Haiti noch Antigua, die Bahamas, Barbados, Belize, Französisch-Guyana, Grenada, Guyana, Jamaica, St. Kitts, St. Lucia, St. Maarten, St. Vincent, Surinam sowie Trinidad und Tobago angehören.
Heute kann die Heilsarmee auf 56 Jahre Einsatz in Haiti zurückblicken und hat in dieser Zeit 35 Korps, 29 Vorposten, 53 Schulen, 2 Kinderheime, 2 ambulante Kliniken und ein Krankenhaus aufgebaut. Haiti ist im internationalen Heilsarmee-Netzwerk das Partnerterritorium von Deutschland.
Es gibt die Möglichkeit, Geld für die Hilfe in Haiti zu spenden. Alle Spenden werden nach Angaben der Heilsarmee direkt und ohne Abzug von Verwaltungskosten für die Katastrophenhilfe in Haiti verwendet. Die Bankverbindung:
Konto der Hilfe: 40 777 77
Bank für Sozialwirtschaft, Köln
BLZ 370 205 00
Verwendungszweck: Haiti